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Das Anne Frank Haus über die Gracht gesehen

Dein unabhängiger Guide zum Anne Frank Haus

Das Hinterhaus

Acht Menschen lebten vom 6. Juli 1942 bis zum 4. August 1944 versteckt im Hinterhaus an der Prinsengracht 263. Hier erfährst du, wer sie waren, wer ihnen half und was ein Besuch heute zeigt.

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Das Anne Frank Hinterhaus an der Prinsengracht 263

Das Anne Frank Hinterhaus ist der rückwärtige Teil des historischen Geschäftshauses an der Prinsengracht 263 in Amsterdam. In dem Gebäude saß die Firma von Otto Frank. Er hatte das Versteck dort vorbereitet, bevor seine Familie am 6. Juli 1942 untertauchte. Einen Tag zuvor hatte seine Tochter Margot die Aufforderung zu einem sogenannten Arbeitslager erhalten.

Die Versteckten wohnten in den oberen Geschossen des Hinterhauses. Auf Niederländisch heißt es Achterhuis. Sie blieben bis zum 4. August 1944, dem Tag der Verhaftung.

8 Menschenlebten im Hinterhaus versteckt
6. Juli 1942Beginn des Untertauchens der Familie Frank
4. August 1944Tag der Verhaftung
Prinsengracht 263 in der Reihe der Grachtenhäuser

Die acht Versteckten

Zwei Familien und ein weiterer Mann, der später dazukam.

Die Familie Frank

Otto Frank und seine Frau Edith, dazu die Töchter Margot und Anne. Otto Frank hatte das Versteck in seinem Firmengebäude vorbereitet.

Die Familie van Pels

Hermann und Auguste van Pels und ihr Sohn Peter zogen zu den Franks ins Hinterhaus.

Fritz Pfeffer

Fritz Pfeffer kam erst später in das Versteck. Er teilte sich ein Zimmer mit Anne.

Der einzige Überlebende

Von den acht Versteckten überlebte nur Otto Frank. Sowjetische Truppen befreiten ihn in Auschwitz. Später förderte er die Veröffentlichung des Tagebuchs und das Museum. Annes Weg steht auf der Seite Anne Frank Geschichte.

Die Räume im Hinterhaus

Wie der Platz zwischen 1942 und 1944 aufgeteilt war.

Anne und Fritz Pfeffer

Anne teilte ihr Zimmer mit Fritz Pfeffer.

Otto, Edith und Margot

Otto und Edith Frank und ihre Tochter Margot nutzten gemeinsam einen Raum.

Das Zimmer der van Pels

Der Raum von Hermann und Auguste van Pels war zugleich der Ort, an dem alle gemeinsam kochten und aßen.

Peters Zimmer

Von Peters Zimmer aus kam man auf den Dachboden.

Das Bad

Alle teilten sich ein Bad mit Waschbecken und Toilette.

Der Dachboden

Auf dem Dachboden lagerten Lebensmittel, und man trocknete dort Wäsche. Anne zog sich dorthin zurück oder sprach mit Peter.

Dieser Raumplan beschreibt, wie das Hinterhaus während des Versteckens genutzt wurde. Er ist keine Wegbeschreibung für den Besuch. Geh nicht davon aus, dass du jeden Raum betreten kannst, auch den Dachboden nicht.

Die Helfer

Die Versteckten waren auf einen kleinen Kreis von Menschen angewiesen, die vom Hinterhaus wussten. Es waren Johannes Kleiman, Victor Kugler, Bep Voskuijl, Johan Voskuijl sowie Miep und Jan Gies. Alle sechs werden hier genannt.

Am 4. August 1944 wurden die Versteckten verhaftet. Auch die Helfer Johannes Kleiman und Victor Kugler wurden festgenommen. Warum es zu der Razzia kam, ist nicht geklärt, und ein Verräter ist nicht erwiesen.

Johan Voskuijl baute im August 1942 den drehbaren Bücherschrank. Er diente als verdeckter Zugang zum Hinterhaus.

Ein Modell von Vorderhaus und Hinterhaus

Der Bücherschrank heute

Der Bücherschrank ist im Original erhalten. Heute schützt ihn teilweise Glas. Er ist kein Nachbau, und Besucher bedienen ihn nicht selbst.

So sieht das Hinterhaus heute aus

Die Räume des Hinterhauses sind unmöbliert. Das entsprach dem Wunsch von Otto Frank. Das Museum erzählt die Geschichte über Zitate, Fotos, Filme und Originalobjekte, nicht über nachgebaute Wohnräume. Annes Bilder an den Wänden und weitere Spuren der Bewohner sind erhalten.

Digitale Rekonstruktionen im Internet zeigen die Zimmer manchmal möbliert. Das entspricht nicht dem, was du vor Ort siehst.

Praktisches für den Besuch

Der historische Teil hat Grenzen, die du vorher kennen solltest.

Treppen und Zugang

Zum Rundgang durch Vorderhaus und Hinterhaus gehören drei steile Treppen nach oben und eine hohe Schwelle von 39 cm. Der historische Teil ist mit Rollstuhl oder anderen Mobilitätshilfen nicht zugänglich. Der moderne Teil des Museums ist teilweise zugänglich, mit Hilfe der Mitarbeitenden.

Keine Fotos

Im Museum darf nicht fotografiert und nicht gefilmt werden. Das gilt auch für Kamerabrillen und KI-Brillen.

Taschen

Mäntel, Taschen und Buggys kannst du an der Garderobe abgeben. Auf dem Rundgang sind nur Taschen erlaubt, die kleiner als ein DIN-A4-Blatt sind. Große Rucksäcke und Koffer werden nicht aufbewahrt, lass sie also anderswo.

Zeitfenster und Audiotour

Du brauchst ein Online-Ticket mit Zeitfenster. Die Audiotour ist enthalten und gibt es in mehreren Sprachen, darunter Deutsch. Plane etwa eine Stunde für den Besuch ein. Wie und wann die Zeitfenster freigegeben werden, steht unter Anne Frank Haus Tickets.

Anne Frank Hinterhaus: häufige Fragen

Wie viele Menschen lebten im Hinterhaus?

Acht: Anne, Margot, Otto und Edith Frank, Hermann, Auguste und Peter van Pels sowie Fritz Pfeffer. Sie tauchten am 6. Juli 1942 unter und wurden am 4. August 1944 verhaftet.

Wer half den Versteckten?

Johannes Kleiman, Victor Kugler, Bep Voskuijl, Johan Voskuijl, Miep Gies und Jan Gies. Es half nicht nur eine einzelne Person.

Kann ich den originalen Bücherschrank sehen?

Ja, der Bücherschrank, den Johan Voskuijl im August 1942 baute, ist erhalten und zu sehen. Es ist das Original, kein Nachbau, und Teile davon schützt Glas.

Ist das Hinterhaus möbliert?

Nein. Die Räume blieben auf Wunsch von Otto Frank leer. Annes Bilder an den Wänden und weitere Spuren sind erhalten.

Darf ich auf den Dachboden?

Der Dachboden gehört zur Geschichte des Hinterhauses. Dass du bei einem Besuch jeden Raum betreten kannst, kannst du nicht voraussetzen, plane also nicht damit.

Ist das die offizielle Website des Anne Frank Hauses?

Nein. Dies ist ein unabhängiger Reiseführer, ohne Verbindung zur Anne Frank Stichting oder zum Anne Frank Fonds. Tickets für das Museum verkauft nur das Museum selbst.